Von Katharina Blass, 10.01.12, 17:42h
„Irgendwie findet man sich und merkt dann, dass es einfach passt“, sagte Görtzen. Zusammen gründeten sie die „Versenker“ und zogen wieder zurück ins Rheinland. Görtzen entschied sich für Brühl als Wohnort, wegen der Nähe zu Köln und „der Schönheit der Stadt.“ Vor dem Umzug habe er sich viele Städte im Rhein-Erft-Kreis angeschaut und Brühl habe ihm einfach am besten gefallen. Sarp verbrachte seine Kindheit und Jugend in Brauweiler. Er spielte sich mit dem Fußballverein Grün-Weiß Brauweiler als Stürmer bis in die Landesliga. „Aber ich wollte dann doch lieber Musik machen“, so Sarp.
Die jungen Musiker arbeiten sich mit ihrer Band im Musikgeschäft hoch. Anfangs verdienten sie ein paar Euro mit kleinen Konzerten auf Hochzeitsfeiern, Vereinsjubiläen oder mit Karnevalsmusik. Mittlerweile hat sich ihre Situation etwas gebessert. Zwar können die Berufsmusiker noch immer nicht von den Einnahmen der Band leben. Aber Sarp und Stoffels geben privaten Musikunterricht, und Görtzen studiert Kulturmanagement an der Musikhochschule Köln. „Dann klappt das schon mit dem Leben“, sagt Görtzen. Die drei haben sich die Albumproduktion unter der Leitung des „Tote-Hosen“-Produzenten John Caffery vom Munde abgespart und die Aufnahme vollständig selbst finanziert. Am Freitag stellen sie „..., dass ich völlig austicke“ ihren Fans vor. „Wir machen in erster Linie deutschsprachige Rockmusik“, ordnet Sarp ihren Stil in die Bandbreite musikalischer Genres ein. „Aber wir sind jetzt nicht ACDC-mäßig unterwegs, sondern ziemlich vielseitig“, sagt Görtzen.
Die CD enthält 14 Songs, mit Popballaden, Rocksongs und Punkeinflüssen versuchen die Versenker, viele Geschmäcker zu bedienen. „Mit einer Einordnung kann man nur verlieren. Die einen schließt man dann als potenzielle Fans von vorneherein aus und den Anhängern des Genres ist es dann meist nicht stark genug umgesetzt.“ Zu mehr Bekanntheit könnte den „Versenkern“ ein Fernsehauftritt Mitte Februar auf VOX verhelfen. Die Band spielte auf der Party zum 25. Geburtstag des TV-Sternchens Daniela Katzenberger. Ein Freund der Fernseh-Blondine hatte im Radio das „Versenker“-Lied „Katzenberger“ gehört, das sich mit dem aktuellen Phänomen der TV-Aufstiege beschäftigt. Auf Mallorca spielte die Band dann 20 Minuten für „die Katzenberger“.
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