Von Horst Komuth, 09.12.11, 17:27h
Verantwortlich für das zwölfköpfige Mitarbeiterteam, dessen Mitglieder sich Gerätewarte nennen, ist Hauptbrandmeister Willi Busch. Der Fachmann, der für diese Aufgabe regelmäßig geschult wird und sich auch immer wieder Prüfungen unterziehen muss, zeigt auf die Apparaturen im Raum. Da ist das „Prüfgerät für Pressluftatmer“, an anderer Stelle das für die Atemschutzmasken. Die Masken werden einem Puppenkopf übergestülpt, das Atemteil in ein Mundstück gesteckt, dann ein Luftstrom erzeugt und dieser per Sonde gemessen.Auf einem Computermonitor erscheinen Zahlen, die abgeglichen und gespeichert werden. „Fehler oder Schlampigkeit könnten im Ernstfall das Leben eines Kameraden kosten, auch mein eigenes“, verdeutlicht Werkstattleiter Busch.
Überprüftwerden Atemschutzmasken, Atemluftflaschen, Filter und auch Schutzhauben. Spätestens jedes halbe Jahr landen die Teile der Atemschutzgeräte in dem Raum. Selbst dann, wenn sie gar nicht benutzt worden sind. „Schließlich könnten die einzelnen Bestandteile der Atemschutzgeräte durch Erschütterungen während Einsatzfahrten Schaden genommen haben“, so Busch. Alle sechs Jahre werden die Druckminderer, die dafür sorgen, dass der Luftdruck auf die Bedürfnisse des Menschen abgesenkt wird, und der Lungenautomat, der auf die Atemschutzmaske aufgesetzt wird, zusätzlich überprüft. Busch: „Wir kümmern uns um jedes Gerät, bis wirklich jeder Prüfwert stimmt.“
In entsprechenden Dokumentationen wird dann über jedes Teil sieben Jahre lang ein lückenloser Bericht geführt – mit Datum und Uhrzeit. Die Reinigung erfolgt nicht per Hand, sondern über ein System aus Ent- und Belüftung. „Wir finden jedes Teil, und wenn es nur so dünn wie ein Haar ist“, sagt Brandmeister René Löher. Nach zehn Minuten ist ein Atemschutzgerät geprüft – bis zum nächsten Termin, spätestens in einem halben Jahr.
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