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Ein Unfall könnte Leben kosten

Von Horst Komuth, 09.12.11, 17:27h

Unser Türchen öffnet diesmal die Atemschutzwerkstatt der Liblarer Feuerwache. Hier werden die lebenswichtigen Geräte auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft und bei Bedarf instand gesetzt.

Feuerwache Liblar
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Hoch konzentriert überprüfen Werkstattleiter Willi Busch (l.) und Kollege René Löher die Atemschutzgeräte in der Werkstatt. (Bild: Komuth)
Feuerwache Liblar
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Hoch konzentriert überprüfen Werkstattleiter Willi Busch (l.) und Kollege René Löher die Atemschutzgeräte in der Werkstatt. (Bild: Komuth)
Erftstadt-Liblar - Darauf würde wohl kaum jemand kommen, wenn er die Hauptwache der Liblarer Feuerwache an der Gustav-Heinemann-Straße sieht. Es befindet sich, etwas versteckt, im Untergeschoss. „Es ist gewissermaßen das Herzstück des Gebäudes“, sagt Stadtbrandmeister Bernd Klösgen. Die Tür geht auf, und der Blick fällt in einen etwa 40 Quadratmeter großen Raum. Der Boden ist gefliest, an der Decke sorgen Neonröhren für gleichmäßige Helligkeit. Fenster gibt es nicht. „In diesem Raum ist hoch konzentriertes Arbeiten gefragt. Denn wir befinden uns hier in der Atemschutzwerkstatt“, erläutert Klösgen. Jedes der 126 Atemschutzgeräte und alle 180 Masken werden in diesem Raum überprüft.

Verantwortlich für das zwölfköpfige Mitarbeiterteam, dessen Mitglieder sich Gerätewarte nennen, ist Hauptbrandmeister Willi Busch. Der Fachmann, der für diese Aufgabe regelmäßig geschult wird und sich auch immer wieder Prüfungen unterziehen muss, zeigt auf die Apparaturen im Raum. Da ist das „Prüfgerät für Pressluftatmer“, an anderer Stelle das für die Atemschutzmasken. Die Masken werden einem Puppenkopf übergestülpt, das Atemteil in ein Mundstück gesteckt, dann ein Luftstrom erzeugt und dieser per Sonde gemessen.Auf einem Computermonitor erscheinen Zahlen, die abgeglichen und gespeichert werden. „Fehler oder Schlampigkeit könnten im Ernstfall das Leben eines Kameraden kosten, auch mein eigenes“, verdeutlicht Werkstattleiter Busch.

Überprüftwerden Atemschutzmasken, Atemluftflaschen, Filter und auch Schutzhauben. Spätestens jedes halbe Jahr landen die Teile der Atemschutzgeräte in dem Raum. Selbst dann, wenn sie gar nicht benutzt worden sind. „Schließlich könnten die einzelnen Bestandteile der Atemschutzgeräte durch Erschütterungen während Einsatzfahrten Schaden genommen haben“, so Busch. Alle sechs Jahre werden die Druckminderer, die dafür sorgen, dass der Luftdruck auf die Bedürfnisse des Menschen abgesenkt wird, und der Lungenautomat, der auf die Atemschutzmaske aufgesetzt wird, zusätzlich überprüft. Busch: „Wir kümmern uns um jedes Gerät, bis wirklich jeder Prüfwert stimmt.“

In entsprechenden Dokumentationen wird dann über jedes Teil sieben Jahre lang ein lückenloser Bericht geführt – mit Datum und Uhrzeit. Die Reinigung erfolgt nicht per Hand, sondern über ein System aus Ent- und Belüftung. „Wir finden jedes Teil, und wenn es nur so dünn wie ein Haar ist“, sagt Brandmeister René Löher. Nach zehn Minuten ist ein Atemschutzgerät geprüft – bis zum nächsten Termin, spätestens in einem halben Jahr.



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