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Staffellauf

Mit der Fackel durch die Stadtteile

Von Joachim Röhrig, 18.09.11, 19:13h

Die Bergheimer stimmen sich auf den 700. Stadtgeburtstag ein: Ein mittelalterlicher Zug soll in allen Stadtteilen Neugierde wecken und möglichst viel Bürger mit einbinden. Die Erste Etappe ging von Glessen nach Fließsteden.

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Glessens Schützenkönig Peter Richmann durfte als Erster die Fackel tragen. Bergheim feiert bald 700 Jahre Stadtrechte. (Bild: Röhrig)
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Glessens Schützenkönig Peter Richmann durfte als Erster die Fackel tragen. Bergheim feiert bald 700 Jahre Stadtrechte. (Bild: Röhrig)
Bergheim-Glessen - Hoch zu Ross traf der Edelmann Walram II. aus dem Grafenhause von Jülich gestern mit seinem Gefolge am altehrwürdigen Gut Neuhof ein, um sich nach kurzer Rast von dort aus sogleich auf den Weg zum Glessener Marktplatz zu begeben. Denn es galt, dem einfachen Volk, das sich schon zur Mittagsstunde auf dem Pfarrfest vergnügte, eine erfreuliche Botschaft kundzutun: „Euer Bergheim wird im anno domini 1312 feierlich zur Stadt ernannt. Habt ihr jemanden, der die frohe Kunde in all eure Ortsteile zu tragen vermag?“

Natürlich hatten die Glessener einen befähigten Herold von entsprechendem Stand vorzuweisen: Der amtierende Schützenkönig Peter Richmann höchstselbst machte sich als Fackelträger mit stattlichem Anhang unverzüglich auf den Weg zu den Nachbarn in Fliesteden und Büsdorf.

Die vergnügliche mittelalterliche Spielszene bildete den Auftakt für einen Staffellauf, der alle Kreisstädter frühzeitig auf die im nächsten Jahr anstehende Feierlichkeit zum 700-jährigen Bestehen von Bergheim einstimmen soll. Auf das Jahr 1312 geht die erste urkundliche Erwähnung der Stadt zurück. „Wir möchten schon jetzt Vorfreude auf die großen Ereignisse in 2012 wecken und dabei alle unsere Stadtteile und möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner mit einbinden. Ich denke, so eine Jubiläumsstaffel, die in allen Orten Station macht, ist eine richtig schöne Idee“, freut sich Bürgermeisterin Maria Pfordt auf die pfiffige Aktion.

Die erste Etappe wurde nicht laufend, sondern in gemächlichem Wandertempo absolviert. „Wir haben einige ältere Leute dabei, und schließlich wollen wir keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen, sondern gemeinsam Spaß haben“, so Fackelträger Peter Richmann. Er selbst und die meisten seiner Begleiter aus der Glessener Bürgerschaft und vom Museumsverein hatten aus gegebenem Anlass mittelalterliche Trachten übergestreift. Nach zwei Zwischenstopps in Fliesteden wurde die Gruppe am Nachmittag in Büdorf, dem Ziel der ersten Etappe, empfangen. Vom dortigen Dorfplatz aus geht es am Montag um 16 Uhr mit einem neuen Fackelträger weiter nach Rheidt, das gegen 17 Uhr erreicht werden soll.

Mitwandern, -skaten oder -laufen kann ohne vorherige Anmeldung jeder, der Lust hat. In allen Stadtteilen liegen Flyer mit dem genauen Zeitplan aus.

Im Laufe der Woche werden dann nach und nach alle übrigen Bergheimer Stadtteile angesteuert. Die letzte Etappe führt am kommenden Sonntag, 25. September, vom größten Stadtteil Quadrath-Ichendorf über Kenten zum Rathaus, wo Bürgermeisterin Pfordt gegen 16 Uhr einen Empfang für alle Fackelträger und Staffelteilnehmer geben wird.



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