Von Christel Thiemann, 11.04.11, 15:52h, aktualisiert 12.04.11, 10:21h
10.000 Euro investiere die Firma jährlich in das Programm, bei dem junge Menschen aller Schultypen im Rhein-Erft-Kreis in den Ferien und an Wochenenden experimentieren und sich dabei aktuellen Fragen widmen können. Auch Britta Franzheim von den Quarzwerken, ebenfalls Sponsor von LNU, zeigte sich beeindruckt „von der Neugier der Jugendlichen". Seit 30 Jahren unterstütze ihre Firma das Gymnasium , etwa mit dem ersten großen Teleskop: „Das ist eine gelebte Partnerschaft.“
Für Paul Feltes, der das Projekt 2001 auf den Weg brachte, bedeutete der Anfang ein Wagnis: "Sind junge Menschen bereit, ihre Freizeit zu opfern, um sich weiterzubilden?“ Wie sich bald zeigte, war die anfängliche Unsicherheit unbegründet. Mit 80 Schülern startete das Zentrum im Jahr 2001. Mittlerweile haben gerade mehr als 200 an 17 Workshops teilgenommen, die an den letzten drei Wochenenden stattfanden. „Aus dem Nichts und mit kleinen Mitteln entstand vor zehn Jahren eine erfolgreiche Initiative, die interessierte und begabte Schüler gefördert hat“, sagte Schulleiterin Petra Bold, die auch Vorsitzende des LNU-Trägervereins ist.
„In der regionalen Bildungslandschaft spielt das Projekt eine große Rolle", sagte Bürgermeister Hans-Willi Meier in seiner Ansprache. Deshalb stecke die Stadt auch viel Geld in die Ausstattung des Gymnasiums. Er verwies damit auf die Pläne zur Erweiterung von Fachräumen und den Bau einer neuen Mensa. Nach den offiziellen Ansprachen kündigte Feltes den Auftritt der Wissenschafts-Comedy-Gruppe „Die Physikanten“ als Geburtstagsgeschenk für die Schüler an. Die Kabarettisten begeisterten die etwa 300 Gäste mit lockeren Sprüchen und Gag-Experimenten am laufenden Band. So zeigten sie, wie man mit einfachsten Mitteln eine „Laser-Gitarre“ herstellt und sie bespielt. Zum Thema Schwerpunkt und Stabilität zersägten sie einen Besenstiel. Und mit Freiwilligen aus dem Publikum bauten sie einen „lebenden Pappkarton“.
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