Von Britta Havlicek, 14.08.10, 13:53h
Der Steinweg - seit rund 30 Jahren ist an der Optik nichts verändert worden - soll einen mediterranen, gemütlichen und gleichzeitig modernen Schliff bekommen. Vor dem Kaufhof sollen sechs Ahornbäume, Blumenbottiche und Kästen für Grün sorgen. Die Brunnenanlage des Künstlers Jan Schlesinger soll gereinigt und instand gesetzt werden. „Der Brunnen ist das zentrale Element des Steinwegs“, sagt Ingenieur Wolfgang Mesenholl von der Planungsgruppe MWM aus Aachen. „Als solches soll er auch Blickfang sein.“
Als einheitliche Pflasterung sind für den Steinweg rötlich-graue Pflastersteine gewählt worden. Ein etwas dunklerer Ton ist für den Lauf- und Lieferbereich in der Mitte der barrierefreien Zone bestimmt. Die Bereiche vor den Schaufenstern und vor dem alten Rathaus werden durch eine etwas hellere Pflasterung als Flanierbereich gekennzeichnet.
Neue Kanäle
Mit den Erdarbeiten zwischen Markt und Jahnshof wird begonnen. Bis Mitte November sollen dort Kanäle erneuert werden, die Pflasterung soll fertig sein und auch die ersten Kanalhausanschlüsse auf dem Steinweg zwischen Hospitalstraße und Wallstraße könnten bis dahin erneuert sein. Dann wollen die Planer eine Baupause bis Mitte Januar einlegen, um das Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler und das Treiben auf dem Weihnachtsmarkt möglichst wenig zu behindern.
Anfang 2011 geht es mit dem Abschnitt zwischen Hospital und Mühlenstraße weiter. Bis zum Herbst 2011 wollen sich die Arbeiter den Bereich vor dem Kaufhof vornehmen. Dort erwarten die Planer vor allem ein großes Problem: Hohlräume unter der derzeitigen Pflasterdecke, die durch den Bau der Tiefgarage einst einstanden sind. Diese sollen mindestens bis zu einer Tiefe von drei Metern ausgehoben und dann aufgefüllt werden. Die Bauarbeiten auf dem Steinweg dauern etwas mehr als ein Jahr. Dabei sollen die Bürger ständig mit Informationsschreiben auf dem Laufenden gehalten werden. Gemeinsam mit ihnen und den Einzelhändlern will die Stadt in regelmäßigen Abständen über den Zustand der Baustellen sprechen. Auf jeden Fall soll während der Bauphasen stets ein mindestens drei Meter breites Trottoir zu den Geschäften frei gehalten werden. Der Lärm und die Beeinträchtigungen sollen sich aber auszahlen.
Fast eine Million Euro
Mit diesen Planungen für die Innenstadt ist die Stadt Brühl in das Städtebauförderungsprogramm des Landes aufgenommen worden. Insgesamt kosten die Arbeiten 938 000 Euro, wobei fast 115 000 Euro für die Baugrundsanierung, 540 000 Euro für die Oberflächengestaltung mitsamt neuer Bänke, Lampen, Papierkörbe und Spielgeräte und der Rest für die Kanal- und Erdarbeiten aufgebracht werden müssen. Das Land übernimmt etwas mehr als 320 000 Euro.
Mit der Umgestaltung des Steinwegs wäre die erste Baumaßnahme des Projekts „Rahmenplanung Innenstadtentwicklung“ umgesetzt.
Das Projekt umfasst die Umgestaltung der insgesamt 80 Hektar großen Innenstadt. Architektonisch homogen und bürgerfreundlich soll eine Flanier- und Einkaufsachse gestaltet werden, die den Brühler Westen vom Balthasar-Neumann-Platz über den Steinweg und den Jahnshof, den Markt bis hin zur Kölnstraße verbindet.
Noch ein paar Dönerbuden mehr...
17.08.2010 | 21.03 Uhr | hmueller
dann kann sich Brühl vielleicht noch umtaufen, vielleicht in Brosporus, oder Bristanbul.
Aber dann gibts bestimmt wieder Fördergelder von rot-grün…
Flanier- und Einkaufsachse
15.08.2010 | 18.09 Uhr | Paula
Wer die Situation in Brühl kennt, weiss um die zahlreichen Leerstände diverser Geschäfte.... nicht nur in Mühlenstrasse und Steinweg, sondern auch…
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