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Der Chef muss dabei sein

Erstellt 17.06.10, 15:27h

Arbeit und Fußball-WM vertragen sich. So lange der Arbeitnehmer einige Regeln einhält.

Laut dem Brühler Arbeitsrechtler Michael Felser gilt die eiserne Regel: „Alles, was die Arbeit nicht stört, ist erlaubt.“ Den Live-Ticker am Laptop zu verfolgen, dürfte für „Schreibtischtäter“ völlig okay sein. Vorausgesetzt, der Computer darf privat genutzt werden. Das gelte auch für Livestreams im Internet. In jedem Fall sollte aber vorher der Chef sein Okay geben. Denn das Risiko, dass es doch zu Ärger kommt, trage der Arbeitnehmer, so Felser. Auch wenn ein Fernseher WM-Stimmung verbreiten soll, muss unbedingt der Vorgesetzte gefragt werden.

Wer das WM-Spiel lieber beim Public Viewing sehen will, kann mit dem Chef individuelle Regelungen vereinbaren. Zum Beispiel könnte länger vor- oder nachgearbeitet werden.

Beim gemeinsamen WM-Gucken im Betrieb muss laut Felser immer der Chef dabei sein. Nur dann sei es eine betriebliche Feier und die Mitarbeiter seien unfallversichert. (cht)



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