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Energie

Windpark im Klassenzimmer

Von Philipp Remke, 21.03.10, 18:59h

Wo liegt die Zukunft der Energie? Etwa 170 Schüler aus dem ganzen Rhein-Erft-Kreis sind dieser Frage auf den Grund gegangen. Zur Theorie gab es auch ein Elektroauto zum Anfassen und Mitfahren.

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Die Schüler Julius Beecks und Henrik Müller-Pleus bauten einen Mini-Windpark. Sie wollten wissen, wie Energie entsteht. (Bild: Remke)
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Die Schüler Julius Beecks und Henrik Müller-Pleus bauten einen Mini-Windpark. Sie wollten wissen, wie Energie entsteht. (Bild: Remke)
Frechen - Am Leistungszentrum für Naturwissenschaften und Umweltfragen (LNU) des Frechener Gymnasiums haben die Schüler dazu an drei Wochenenden in Kursen und Seminaren getüftelt, experimentiert und analysiert. Am Samstag präsentierten sie stolz ihre Ergebnisse. So erfuhren Julius Beecks und Henrik Müller-Pleus, wie es jenseits der Steckdose aussieht. „Vor allem die Fahrt in den Tagebau war spannend“, erinnerte sich Julius. Auch einen kleinen Windpark bauten die Jugendlichen während des Kurses. Erneuerbare Energien und alternative Antriebskonzepte standen während der Wochenenden im Mittelpunkt. Stefan Reinsdorf, Wirtschaftsingenieur bei RWE-E-Mobility, war sich sicher, dass hier die Zukunft der Energie liegt.

E-Autos schon im Jahr 1881

In einem Vortrag brachte er die Schüler auf den neuesten Stand. „Würden 20 Prozent der Autos in Deutschland auf einen elektrischen Antrieb umgerüstet, würde das gerade einmal vier Prozent mehr Strom verbrauchen.“ Vor allem als er erzählte, dass es schon im Jahr 1881 das erste Elektroauto gab, staunten die Schüler. Mit einem modernem Exemplar schickte Reinsdorf gleich nach seinem Vortrag einige Schüler auf eine kurze Runde um die Schule. Tanja Reiß war nach der Fahrt mit dem umgebauten Fiat 500 beeindruckt. „Der Wagen macht kaum Geräusche, aber sonst fühlt man kaum einen Unterschied zu normalen Autos“, sagte die 15-Jährige aus Bergheim-Niederaußem staunend.

Auch die designierte Frechener Schulleiterin Petra Bold war mit einem Elektroauto gekommen. „Er beschleunigt deutlich schneller als ein Benziner, hat aber auch einen längeren Bremsweg“, erzählte sie von ihren ersten Erfahrungen mit dem kleinen, höchstens 63 Stundenkilometer schnellen City-El.

„Eine dauerhafte Alternative ist so ein Wagen für mich aber erst, wenn auch diese Autos sicherer werden“, schränkte Bold ein. Dafür sei das Auto jedoch sehr günstig im Unterhalt: „Die ersten fünf Jahre sind steuerfrei und die Vollkaskoversicherung kostet gerade einmal 211 Euro im Jahr.“

Allerdings drehte sich nicht alles beim LNU um Strom. Nadine Sporkert, Referendarin am Frechener Gymnasium, nahm mit den Schülern ihres Kurses das Wasser in der Region unter die Lupe. Ergebnis der Schüler: Das Wasser in Frechen und Hürth ist sehr hart.



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