Von Doris Richter, 03.02.10, 18:08h, aktualisiert 03.02.10, 18:09h
Für 1,12 Millionen Euro hat Salem den Hotel- und Gaststättenbetrieb am Johann-Schmitz-Platz im August ersteigert. Doch kam der neue Besitzer bisher nicht in sein Haus. Halm führte den Betrieb weiter und blieb mit seiner Ehefrau Manuela in der 214 Quadratmeter großen Wohnung im ersten Geschoss des Gebäudes wohnen. Damals habe Halm horrende Geldforderungen für einen baldigen Auszug gestellt. „Letztlich kam durch die Berichterstattung im »Kölner Stadt-Anzeiger« Bewegung in die Gespräche“, sagte Salem.
Das Hotel mit 40 Zimmern soll bald „Hotel Frechener Hof“ heißen. „Es gibt eine Menge guter Hotels, die den Namen ihrer Region tragen“, meint Salem, der den Hotelbetrieb mit seiner Ehefrau Dagmar nahtlos übernommen hat. Auch die bisherigen sieben Mitarbeiter des Hotels beschäftige er weiter.
Der Gaststätten- und Restaurantbetrieb im Schützenhaus ist zurzeit geschlossen. „Ich suche einen Pächter, der in Eigenregie die Gastronomie weiterführt und auch Herzblut für die Sache mitbringt“, sagt der Eigentümer. Zumindest für die Karnevalswoche ist eine Lösung schon gefunden: Der Kölner Gastronom Hans-Josef Köhnlein, Inhaber einer Veranstaltungsfirma mit Gastroservice, öffnet die Gaststätte von Weiberfastnacht, 11. Februar, 10 Uhr, bis Aschermittwoch.
Nubbel wird verbrannt
„Hier ist Tanz in allen Räumen, ein DJ macht Musik. Wir dekorieren für Karneval, bieten jeden Tag Mittagstisch an und bauen draußen einen Schankwagen auf“, sagt Köhnlein, der hofft, schon heute die Konzession in Händen zu halten. Auch ein Nubbel soll am Dienstagabend symbolisch sein Leben lassen.
Bei der Frechener Prinzengarde, die seit eh und je ihr Standquartier im Schützenhaus hat, wird die kurzfristige Eröffnung mit Freude aufgenommen. „Für uns ist damit der Karneval gerettet“, gibt Gardepräsident Stefan Hoeft zu. Die Prinzengarde feiert an Karnevalssamstag nach der Prunksitzung sowie Sonntag vor und nach dem Frechener Karnevalszug im Schützenhaus. Zudem veranstaltet sie auch ihr Fischessen am Freitag, 19. Februar, dort.
Die Prinzengarde war auch daran beteiligt, dass der Kontakt zwischen Köhnlein und Salem zustande kam. Hoeft: „Es gab mehrere Gespräche.“ Ob Gastronom Köhnlein auch nach Karneval eine Pacht in Betracht zieht, ist noch offen.
Gut so
06.02.2010 | 10.06 Uhr | Corinnacolonia
Ich finde es in diesem Falle gut, dass der Stadtanzeiger über die Geldforderungen berichtet hat.
Es zeigt doch wie schlimm es um unsere Gesellschaft…
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