Als das Reitercorps Jan van Werth einmarschiert war, wurde der Platz auf der Bühne zu eng. (Bild: Thiemann)
Als das Reitercorps Jan van Werth einmarschiert war, wurde der Platz auf der Bühne zu eng. (Bild: Thiemann)
Frechen-Königsdorf -
Rosita, die Kölsche Nachtigall, war begeistert: „Ihr habt gerade erst mit dem Feiern angefangen und seid schon so prima in Stimmung.“ Denn bei der Prunksitzung der
Königsdorfer Weißpfennige war schon nachmittags in der Mehrzweckhalle Schunkeln, Klatschen und Singen angesagt. Allerdings hatte die Kölner Sängerin auch gleich die Jecken im Saal aktiviert: „Weil ich zwar klein, aber auch ziemlich energisch bin, müsst Ihr jetzt aufstehen und die Hände in die Luft recken.“ Anschließend lobte Sitzungspräsident
Jürgen Kassel die Karnevalistin als „echten Knüller“. Ein Höhepunkt wartete auch auf
Heinz-Josef Stangl, ehemaliger Kommandant des Reitercorps
Jan von Werth. Er wurde nicht nur mit dem Bronzeorden der KG als „richtiger Königsdorfer“ ausgezeichnet. Zu seiner großen Überraschung marschierte außerdem das bekannte Traditionscorps auf die Bühne. Zwar wurde Stangl in Köln geboren, kam aber mit seinen Eltern 1963 nach Königsdorf, wo er auch heute noch lebt. 1997 wurde er in das Corps aufgenommen. Aus beruflichen Gründen musste er 2008 sein Amt als Kommandant abgeben. Nach der Ehrung zeigte sich Stangl gerührt: „Ich bin stolz darauf, in meiner Heimat mit einem solchen Orden ausgezeichnet zu werden.“ Bis in den späten Abend feierten die Jecken mit „Et fussich Julche“, den Rabaue, dem Thorrer Schnauzer-Ballett und „Ne kölsche Schutzmann“. (TH)