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Vaterfiguren

Am Lagerfeuer Suppe gekocht

Von Wilfried Meisen, 16.12.09, 13:31h

Immer mehr Kinder wachsen wegen der vielen Scheidungen ohne richtige Vaterfigur auf. Ein Trend, dem der Kerpener Martin Sagel etwas entgegensetzen will: den „Vater-Kind-Kreis-Kerpen“.

Vater-Kind-Kreis
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Viel Zeit füreinander können sich Väter und ihre Kinder in dem neuen Vater-Kind-Kreis nehmen, der in Kerpen gegründet wurde. (Bild: Meisen)
Vater-Kind-Kreis
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Viel Zeit füreinander können sich Väter und ihre Kinder in dem neuen Vater-Kind-Kreis nehmen, der in Kerpen gegründet wurde. (Bild: Meisen)
Kerpen - Schon ist in Büchern von der „vaterlosen Gesellschaft“ die Rede. Tenor: Aufgrund der zahlreichen Scheidungen wachsen immer mehr Kinder ohne eine richtige Vaterfigur auf. Auch in Kindergärten und Grundschulen seien männliche Bezugspersonen für Kinder eher die Ausnahme. Martin Sagel will diesem Trend jetzt etwas entgegenstellen: Er hat den „Vater-Kind-Kreis-Kerpen“ gegründet, der der Evangelischen Kirchengemeinde Kerpen angeschlossen ist. „Väter verbringen oft zu wenig Zeit mit ihren Kindern“, weiß Sagel. Selbst wenn sie am Wochenende oder im Urlaub mit ihren Kindern etwas unternehmen, ist meistens die Mutter dabei. „Dadurch wissen Väter weniger über ihre Kinder und umgekehrt ist es genauso.“ Sagel, der selber zwei Kinder hat, plant deshalb mit seinem Vater-Kind-Kreis gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge für Väter und auch für Großväter mit ihren Kindern oder Enkelkindern im Alter von drei bis 13 Jahre: Wanderungen, Fahrradtouren, der Besuch von Museen und Gotteshäusern sowie Kanutouren sind beispielsweise schon angedacht. Im Sommer soll es ein Camp an den Sportanlagen des Kerpener Gymnasiums geben. „Jeder kann mitmachen - egal welcher Glaubensrichtung“, sagt Sagel.

Jetzt stand erst einmal ein gemeinsames Lagerfeuer auf dem Programm, welches der Vater-Kind-Kreis in Zusammenarbeit mit dem Kerpener Verein „Kinder in den Wald“ organisiert hatte. An einer ehemaligen Mühle am Neffelbach hinter Nörvenich wurden am offenen Feuer Suppen gekocht und Mandeln geröstet. Die Kinder hatten beim Feuerholzsammeln, beim Sägen des Holzes und beim Schneiden des Gemüses ihren Spaß. Zuvor konten sie sehen, wie man auch ohne Streichhölzer und Feuerzeug Feuer machen kann. Torsten Schmitt (34) zählte mit seinem Sohn Jaro (5) zu den rund 30 Teilnehmern. Das Ganze sei eine gelungene Sache: „Es macht Spaß mit dem Sohn etwas zu unternehmen. Das gibt uns das Gefühl einer Gemeinschaft.“ Informationen über weiteren Aktivitäten des „Vater-Kind-Kreis“ gibt es bei Martin Sagel unter 02237-655800.



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