Von Bastian Ebel, 09.12.09, 17:14h
Deshalb beschäftigte sich der Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung auch mit einem Antrag der Grünen-Fraktion, die die Heizkosten im Verwaltungsgebäude senken will. Aus den Mitteln des Konjunkturpakets II der Bundesregierung sollen insgesamt 730 000 Euro investiert werden. Die Stellungnahme der Verwaltung allerdings erweckte den Unmut der Politiker. Das vom technischen Beigeordneten Manfred Schier erarbeitete Papier sieht nämlich die Renovierung in einzelnen Schritten vor. So soll beispielsweise erst das Dach und danach die Lüftungsanlage überholt werden. Diese „Salami-Taktik“ müsse angewendet werden, weil für eine Grundsanierung kein Geld da sei. Die Mittel aus dem Konjunkturpaket reichten gerade einmal für das Nötigste.
„In diesem Katalog sind lediglich Einzelmaßnahmen aufgeführt. Wir halten es jedoch für unbedingt notwendig, ein umfassendes Gesamtkonzept zur Sanierung des Rathauses vorzulegen“, so Arndt Kuhn, Sprecher der Grünen. Wer das bezahlen soll, ließ er allerdings offen. CDU-Fraktionssprecher Michael Donix scheint optimistisch: „Wir hoffen, dass wir Energieeinsparungen im Rathaus einen großen Schritt näher kommen.“ Dass das schnell gehen könnte, bezweifelt er aber. „Bis wir allerdings ein Rathaus mit Passivhausstandards haben, können noch Jahre vergehen.“
FDP-Fraktionschef Christian Koch will deshalb ermitteln lassen, wie Bornheim von Zuschüssen des Landes und des Bundes profitieren könnte. „Es gibt viele Töpfe, an die man herankann. Beispielsweise werden viele Arbeiten auch vom Umweltministerium bezahlt.“ Die Verwaltung soll die Vorschläge jetzt prüfen und den Ausschuss erneut informieren.
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