Von Bastian Ebel, 08.12.09, 16:43h
GLS ist der drittgrößte Paketzusteller in Europa. Im vergangenen Geschäftsjahr wickelten die 13 000 Mitarbeiter mehr als 350 Millionen Pakete in 36 Ländern ab. In Bornheim werden künftig rund 220 Menschen arbeiten. Sehr zur Freude von Bürgermeister Wolfgang Henseler. „Ich bin froh, dass es in den heutigen Zeiten auch noch Unternehmen gibt, die expandieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Dies ist ein äußerst positives Signal für den Wirtschaftsstandort.“ Bislang war GLS in Sechtem vertreten, allerdings in einem kleineren Depot, mit rund 150 Arbeitsplätzen, das nach Unternehmensangaben den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde.
Deshalb hat der Dienstleister insgesamt 13 Millionen Euro in den Neubau im zwei Kilometer entfernten Gewerbegebiet Süd investiert, wobei nach Angaben des Unternehmens auch Umweltaspekte berücksichtigt worden seien: Durch eine Wärmepumpenheizung werde der CO-Ausstoß gesenkt. Die Sanitäranlagen würden mit Regenwasser versorgt, und für den Bau seien überwiegend recycelbare Materialien verwendet worden. „Unsere neuen Depots werden alle unter Öko-Aspekten gebaut, Bornheim ist das zweite Depot dieser Art“, sagt Fritze. Einen Vorteil für die Mitarbeiter habe das Öko-System besonders im Winter. „Bei Befragungen unserer Beschäftigten haben wir erfahren, dass sie bei Nachtdiensten schon mal kalte Füße bekommen.“ Das soll sich mit einer Fußbodenheizung, die ebenfalls von der Wärmepumpe betrieben wird, ändern.
170 Ladetore
Auf dem knapp 33 000 Quadratmeter großen Areal wurde neben einem Verwaltungsgebäude eine rund 6000 Quadratmeter große Umschlag- und Verteilerhalle mit 170 Ladetoren erbaut. Neben dem Umweltschutz seien die neuesten Standards in Sachen Paket-Logistik angewendet worden, betont Fritze.
An vier Strängen könnten die Mitarbeiter arbeiten, auch die Scan- und Fördertechnik sei auf dem neuesten Stand. So könnten täglich bis zu 55 000 Pakete umgeschlagen werden. Sollte sich der regionale Umschlagplatz als effektiv herausstellen, erwägt GLS auch noch einen Ausbau. Fritze: „Bei Bedarf können wir die Anlage jederzeit auf 227 Tore erweitern.“
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