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24 Teams

Runde um Runde mit dem Mofa

Von Holger Böhne, 06.09.09, 18:14h

Beim 6. Internationalen Mofarennen in Blatzheim traten 24 Teams gegeneinander an. Die Teams geben sich oft eher kuriose Namen wie „Verliebt, Verdomt, Verkölscht“ oder „Kindergeburtstag“.

Mofarennen
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Spannung beim Mofarennen. (Bild: Böhne)
Mofarennen
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Spannung beim Mofarennen. (Bild: Böhne)
Kerpen-Blatzheim - Mofas gelten je nach Perspektive als erster Schritt auf dem Weg zur motorisierten Freiheit oder als 25-Kilometer-schnelles Hindernis auf der Straße. In einem ganz anderen Licht konnte man sie am Samstag beim 6. Internationalen Mofarennen in Blatzheim sehen. 24 Teams waren angetreten, um mit ihren Mofas über eine 1,5 Kilometer lange Strecke mit diversen Schikanen um den Sieg zu fahren. Das Rennen geht zweimal zwei Stunden und es gewinnt, wer am Ende die meisten Runden hat. Viele der 24 Fahrzeuge hatten allerdings nicht mehr viel Ähnlichkeit mit einem Mofa, sondern sahen eher wie zu klein geratene Motorcrossmaschinen aus.

Kein Wunder, die Mehrzahl der Fahrer fuhr oder fährt noch Motorcross oder Motorrad. 50 Kubikzentimeter Hubraum, Pedale und eine Drei-Gang-Handschaltung - das sind die technischen Voraussetzungen, die die Rennmofas erfüllen müssen, um zum Rennen zugelassen zu werden. Ansonsten darf nach Lust und Laune gebastelt werden.

Totenkopf und Spinne

Die Kerpener vom Team „Black Widows“ setzen dabei ganz klar auf das Optische. Totenköpfe, Spinnen und Fellbezug zieren ihre beiden Mofas. „Uns kommt es nur auf den Spaß an. Und dass wir bis zum Ende durchhalten“, so Harald Konopka. 100 Arbeitsstunden mussten sie investieren. Ein Stück weiter in der Boxengasse sind schon ambitioniertere Teams zu sehen, bei denen nur noch der Rahmen an ein Mofa erinnert. Die Männer vom Team Gandalf sind seit Jahren in Blatzheim dabei und fahren mit einer Maschine auf der Basis eines Malaguti-Rahmens. „Auf einen der vorderen Plätze wollen wir schon“, steckt Peter Weber die Zielrichtung ab. Ganz klar auf Sieg fahren die Teams „Verliebt, Verdomt, Verkölscht“ und „Kindergeburtstag“. Beide waren bereits Sieger und ihre Mofas lassen den korrekten Begriff Motorisiertes Fahrrad wie eine maßlose Untertreibung wirken. In wochenlanger Heimarbeit haben sie ihre Mofas renntauglich frisiert.

„Mofarennen ist ein Trend. Allein an diesem Tag gibt es in ganz Deutschland sechs Rennen“, so Dirk Brauer vom sechsköpfigen Organisatorenteam. Zehn Tage vor dem Start fangen sie mit den Vorbereitungen an, um auf dem abgemähten Feld auf dem Giffelsberg eine Crossstrecke, Zelte und Infrastruktur aufzubauen. Finanziert wird alles aus Eigenleistung, mit Hilfe von Sponsoring und dem Verkauf von Buttons. Die Teilnehmergebühr der Teams wird für die unzähligen Versicherungen gebraucht, die so eine Veranstaltung erfordert.

Abseits vom Renngeschehen wurde den etwa 500 Besuchern auch Livemusik, Feuerspucker und eine After-Race-Party bis 6 Uhr morgens geboten. Am Ende hat es das Team Team „Verliebt, Verdomt, Verkölsch“ mit Fahrer Rolf Rommerskirchen tatsächlich auf den ersten Platz geschafft, gefolgt vom Vorjahressieger „Ju Ka Bim“ und Team „Kindergeburtstag“.



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