Von Tamara Thol, 14.08.09, 18:17h
Zu einem bunten Musik-, Unterhaltungs- und Informationsprogramm hatte die Selbsthilfegruppe „Handicap“ Menschen mit und ohne Behinderung eingeladen. Neben dem Parcours säumten noch eine Bühne und viele Informationsstände den Platz. „Oft wissen Betroffene gar nicht, welche Hilfe sie in Anspruch nehmen können“, sagt Uta-Maria Schulte-Kaubrügger, Mitarbeiterin der Sankt-Augustinus-Behindertenhilfe. Sie unterstützt ihre Schützlinge darin, ihren Alltag zu Hause zu bewältigen. Die Betreuer helfen beim Einkauf oder Kochen, sie motivieren und trösten. „Es muss noch viel in Bergheim getan werden“, sagt Schulte-Kaubrügger. Behinderte Menschen seien hier noch immer stark eingeschränkt: Es gebe keine behindertengerechte Toiletten in der Innenstadt, viele Bürgersteige seien für Rollstuhlfahrer zu hoch, und mit dem Zug könnten sie auch nicht fahren, weil keine Rampe da sei.
„Es ist wichtig, dass die Menschen begreifen, dass auch Bürger mit Handicap vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sind“, sagt Hannelore Leilang. Um dieses Ziel zu erreichen, will der Verein „Handicap“ Aufmerksamkeit erlangen. Der gestrige Tag habe gezeigt, dass ein lockeres und lustiges Miteinander unter Menschen mit und ohne Behinderungen möglich ist.
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