Schriftgröße

Tag der Begegnung

Mit dem Rollstuhl über die Wippe

Von Tamara Thol, 14.08.09, 18:17h

Behinderte und Nicht-Behinderte feierten am Freitag in Bergheim zusammen. Viele Nicht-Behinderte nutzten die Gelegenheit, mal auszuprobieren, wie man sich mit einem Rollstuhl durch die Stadt bewegt.

Bild vergrößern
Beim Tag der Begegnung auf dem Hubert-Rheinfeld-Platz in Bergheim konnten Behinderte von ihren Problemen erzählen. BILD: CLEMENS
Bild verkleinern
Beim Tag der Begegnung auf dem Hubert-Rheinfeld-Platz in Bergheim konnten Behinderte von ihren Problemen erzählen. BILD: CLEMENS
Bergheim - Wie anstrengend es für einen Rollstuhlfahrer sein muss, eine Bordsteinkante zu überwinden oder über eine Straße voller Schlaglöcher zu fahren, konnten am Freitag die Besucher des „Tages der Begegnung“ auf dem Hubert-Rheinfeld-Platz nachempfinden. Stück für Stück und hochkonzentriert überquerten viele von ihnen mit geliehenen Rollstühlen einen Hindernis-Parcours. Auch Bürgermeisterin Maria Pfordt bewältigte die Holzrampe mit Wippe, mit unebenen Holzplatten und Erhöhungen.

Zu einem bunten Musik-, Unterhaltungs- und Informationsprogramm hatte die Selbsthilfegruppe „Handicap“ Menschen mit und ohne Behinderung eingeladen. Neben dem Parcours säumten noch eine Bühne und viele Informationsstände den Platz. „Oft wissen Betroffene gar nicht, welche Hilfe sie in Anspruch nehmen können“, sagt Uta-Maria Schulte-Kaubrügger, Mitarbeiterin der Sankt-Augustinus-Behindertenhilfe. Sie unterstützt ihre Schützlinge darin, ihren Alltag zu Hause zu bewältigen. Die Betreuer helfen beim Einkauf oder Kochen, sie motivieren und trösten. „Es muss noch viel in Bergheim getan werden“, sagt Schulte-Kaubrügger. Behinderte Menschen seien hier noch immer stark eingeschränkt: Es gebe keine behindertengerechte Toiletten in der Innenstadt, viele Bürgersteige seien für Rollstuhlfahrer zu hoch, und mit dem Zug könnten sie auch nicht fahren, weil keine Rampe da sei.

„Es ist wichtig, dass die Menschen begreifen, dass auch Bürger mit Handicap vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sind“, sagt Hannelore Leilang. Um dieses Ziel zu erreichen, will der Verein „Handicap“ Aufmerksamkeit erlangen. Der gestrige Tag habe gezeigt, dass ein lockeres und lustiges Miteinander unter Menschen mit und ohne Behinderungen möglich ist.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige



Alte Liebe rostet nicht


Bildergalerien


Extra


Hintergrund


KSTA.de

Ausbildung in Serie



Top-Links (Anzeige)


WAS.WANN.WO.


Neue ksta.tv-Videos aus der Region


Mein ksta.de



Serie


Extra


Glosse


Junge Zeiten



Lokalsport


Stadtmenschen Community


HINTERGRUND


Dienste