Von Markus Clemens, 07.07.09, 10:37h, aktualisiert 08.07.09, 11:17h
Wie Schröder weiter betonte, sei seinen Mitarbeitern allerdings kein Fehler nachzuweisen. Denn bei ihren Arbeiten seien sie dort auf eine Folie gestoßen, die als Dampfsperre dienen sollte. „So etwas ist für einen solchen Filter dort eigentlich ziemlich untypisch.“ Eines der Probleme für die rasch angerückten Einsatzkräfte lag nun darin, dass sich der Brandherd in über 50 Metern Höhe befand.
Nur Dank des riesigen Teleskoparmes von RWE Power, der eigens vom Neurather Kraftwerk angefordert wurde, konnten die Feuerwehrleute überhaupt löschen. „Ohne dieses Gerät, mit dem in bis zu 90 Metern Höhe gearbeitet werden kann, hätten wir alles kontrolliert abbrennen lassen müssen“, erklärte Gemeindebrandmeister Wolfgang Lorenz. Trotz der Probleme mit dem Wasserdruck in dieser Höhe bekamen seine Männer den Brand nach einer Weile in den Griff.
Betroffen von dem Feuer war mit dem Kesselhaus ein Teil der Zuckerfabrik, der in diesen Wochen ohnehin demontiert und abgebrochen wird. Aus diesem Grund halte sich der Schaden in Grenzen, hieß es. Schon seit längerem werden die ehemaligen Produktionsstätten des Werkes abgebaut, derzeit arbeiten in Elsdorf noch 230 Menschen, hauptsächlich im Versand und in der Verpackungsabteilung.
Den zahlreichen Schaulustigen am Eingang des Werkstores bot sich ein spannendes Bild. Ein Großaufgebot von Feuerwehren war sogleich vor Ort, um zu helfen. Die Elsdorfer Löschzüge waren nach Angaben des Gemeindebrandmeisters beinahe komplett vertreten. Zudem waren die Feuerwehr Frechen mit dem Atemschutzcontainer sowie die Feuerwehr Bergheim mit Rettungswagen und Drehleiter zur Unterstützung dabei. Die Bedburger Messeinheit maß Schadstoffe in der Luft, um die Umweltbelastungen durch das Feuer zu ermitteln.
Zweites Frühstück
Für viele der Arbeiter war gegen 9 Uhr erst einmal Pause. Sie mussten ihre Arbeitsstätten aus Sicherheitsgründen verlassen. Viele von ihnen standen neben dem Werkseingang, um die Löscharbeiten beobachten zu können. Andere trafen sich zu einem zweiten Frühstück in der Werkskantine. Gerhard Finkler und Wolfgang Wirtz von der Standortleitung von „Pfeifer & Langen“ waren besonders erleichtert darüber, dass sich keiner der eigenen und der fremden Mitarbeiter verletzt hat. Schon bald soll die Demontage der Anlagen fortgesetzt werden.
Gemeindebrandmeister Lorenz und seine Männer konnten am frühen Nachmittag abrücken. „Um 14 Uhr war das Feuer komplett gelöscht.“
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige