Von Maria Machnik, 22.06.09, 19:30h
Nun soll das abschüssige, rund 1,6 Hektar große Gelände hinter dem Kinderspielplatz am Rheidter Weg, das den Friedhof l-förmig einrahmt, schon bald Gestalt annehmen. Der Kinderwald nach dem Vorbild der Stadt Hannover soll übrigens Kindergartenkinder und Schulklassen aus Stommeln, aber auch aus Pulheim und Umgebung, langfristig mit der Natur vertraut machen und ihnen vermitteln, dass Natur wertvoll und schützenswert ist. Ende der Woche werden Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Alte Mühle das erste Projekt in Angriff nehmen: Die Kleinen werden gleich neben der Streuobstwiese der Dr.-Walter-Fink-Stiftung eine Schmetterlingswiese anlegen. Dann geht es Schlag auf Schlag: Im Sommer wird unter der Regie des Vereins „Waldfrösche“ ein Amphitheater gebaut. „Bei der Gestaltung helfen Kinder“, sagt Birgit Poppe, die Initiatorin des Naturprojektes Kinderwald.
Voraussichtlich Ende August soll das Amphitheater eingeweiht werden. Mit dabei ist dann wohl auch der Musikpädagoge und Kinderliedermacher Unmada, der den Kinderwald in Hannover initiiert hat. Für den Herbst sind verschiedene Pflanzaktionen mit Kindergartenkindern und Schülern aus dem Mühlenort geplant. Unter anderem pflanzen sie eine Sträucherhecke und heimische Baumarten wie Buchen, Eichen. Erlen und Eschen. Einige Baumarten werde der Freundeskreis Ommelsthal-Fuchshecke beisteuern, verriet Birgit Poppe. Beim Stadtfest am Samstag, 27. Juni, wird der Verein „Waldfrösche“ das Projekt Kinderwald vorstellen.
Wie wichtig das Naturprojekt Kinderwald ist, das betonten die Gastredner der kleinen Feierstunde, Paul Menz (Lokale Agenda 21) und die stellvertretende Bürgermeisterin Marlies Stroschein (SPD). In Zeiten zerstörter Ökosysteme werde der Kinderwald ein Ort der Harmonie, so Menz. Die Kinder, die den Wald pflanzten, nähmen die Erfahrungen mit ins Erwachsenenleben, sie erweiterten ihr Bewusstsein (Menz), um als Erwachsene die Natur wertzuschätzen (Stroschein).
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