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Zugunglück

400 Helfer probten den Ernstfall

Von Udo Beissel, 21.06.09, 18:52h

Bei der Übung in Brühl wurde ein Zugunglück mit 50 Verletzten simuliert. Zehn Beobachter machten sich viele Notizen, um die Einsatzpläne weiter zu optimieren. 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Hilfsdiensten nahmen teil.

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Obwohl es gefährlich aussah, hatten die Helfer Spaß an der Übungen: Etwa 50 Statisten von den Jugendfeuerwehren aus dem Rhein-Erft-Kreis spielten bei der Übung mit. Sie wurden schon Stunden vor dem Alarm geschminkt. BILDER: BEISSSEL
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Obwohl es gefährlich aussah, hatten die Helfer Spaß an der Übungen: Etwa 50 Statisten von den Jugendfeuerwehren aus dem Rhein-Erft-Kreis spielten bei der Übung mit. Sie wurden schon Stunden vor dem Alarm geschminkt. BILDER: BEISSSEL
Rhein-Erft-Kreis / Brühl - Es ist 12.01 Uhr, als am Samstag die Sirenen im Stadtgebiet Brühl ertönen. Großalarm wird ausgelöst - ein Zugunglück hat sich ereignet - etwa 50 Menschen, darunter überwiegend Schüler, sollen verletzt sein, so die erste Meldung der Großübung: Zahlreiche Feuerwehr- und Rettungswagen eilen durch die Stadt. Ihr Ziel ist das Gelände einer Speditionsfirma „Am Volkspark“.

Als die ersten Helfer eintreffen, qualmt es an der Einsatzstelle. Mehrere Autos und ein Lastwagen stehen zusammengeschoben und ineinander verkeilt auf dem Gleis. Zahlreiche junge Menschen sind im Zug eingeschlossen und klopfen verzweifelt an die Scheiben. In den Autos liegen sechs weitere Personen, einige von ihnen sind eingeklemmt. Insgesamt werden 400 Einsatzkräfte von Feuerwehren, den Hilfsorganisationen vom Arbeiter-Samariter-Bund, Deutschen Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Unfall-Hilfe alarmiert.

Dr. Hubert Titz, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes und Sabine Bechine, Mitarbeiterin der Abteilung Rettungsdienst beim Rhein-Erft-Kreis sind zwei von insgesamt zehn Beobachtern, die die Arbeit der Einsatzkräfte genau verfolgen und Notizen machen. Die Einsatzkräfte haben es nicht einfach. Zwar wird schnell klar, dass es sich um eine Übung handelt, aber die Akteure spielen so gut, dass eine richtige Stresssituation aufgebaut wird. Besonders die ersten Helfer, die an der Einsatzstelle eintreffen, haben es schwer. Das Jammern im Zugabteil oder Verletzte, die sich an Einsatzkräfte klammern und um Hilfe bitten, versetzen sie in Ausnahmesituationen. Doch je mehr Helfer eintreffen und je klarer die Schadenslage in Abschnitte eingeteilt wird, desto mehr entspannt sich die Situation. Nach etwa eineinhalb Stunden stehen mehrere Behandlungszelte. Die Verletzten sind alle versorgt. Titz: „Ziel ist es den ManV-Plan (Massenanfall von Verletzten) in seiner festgelegten Struktur auf Belastbarkeit zu prüfen.“ Auch Landrat Werner Stump zeigt sich zufrieden: „Wir wollen mit solchen Übungen die Rettung weiter optimieren und den hohen Leistungsstandart halten.“



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