Von Tobias Christ, 12.05.09, 18:11h
Für zusätzliche Arbeit habe auch ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg gesorgt. Das aus zwei acht Meter langen Betonröhren bestehende Bauwerk sei in fünf Metern Tiefe entdeckt worden, so Sodermanns. Entfernt worden sei jedoch nur die Hälfte des Bunkers, die die Bauarbeiten behindert hätte.
Trotz der unvorhergesehenen Erdarbeiten werde der Zeitplan für das Bauvorhaben nicht durcheinandergebracht, sagte Sodermanns. In zwei Bauabschnitten sollen insgesamt 23 Einfamilienhäuser entstehen. Das ursprünglich an der Gotenstraße geplante Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen sei aufgrund mangelnder Nachfrage „gestorben“. Stattdessen entstehen nun fünf zusätzliche Einfamilienhäuser. Mehr als 60 Prozent davon sind laut Sodermanns bereits verkauft. Aus der Politik war in der Vergangenheit Kritik an den „handtuchgroßen“ Grundstücken geäußert worden. Weil es keinen Bebauungsplan gibt, existieren jedoch keine konkreten Bauvorschriften.
Mit den Erlösen aus dem Neubaugebiet, das von einer zentralen Holzpelletheizung versorgt werden soll, will die Eigentümerfamilie die Sanierung des Gewerbehofs finanzieren. Das Gebäude der ehemaligen Lederfabrik aus dem 19. Jahrhundert soll aufwendig werden. Die Halle wird zum Teil abgebrochen, die Fassade erhält Glasanbauten. Aus Glas und Stahl soll auch das Geschoss bestehen, das anstelle des jetzigen Satteldachs geplant ist. Ob das Gebäude später für gewerbliche Zwecke oder als Wohnhaus genutzt wird, steht laut Sodermanns noch nicht fest.
Bevor die alte Lederfabrik saniert wird, steht jedoch der Bau einer 2000 Quadratmeter großen Halle für kleine und mittlere Betriebe nahe der Gotenstraße auf dem Programm. Dort sollen künftig fast alle Betriebe des Gewerbehofs einziehen. Für weitere Dienstleistungsbetriebe soll laut Sodermanns ebenfalls genug Platz sein. Die alten Hallen werden für den Neubau abgebrochen. Der Architekt ist zuversichtlich, dass es nun zügig vorangeht: „Bis Ende 2010 soll das ganze Programm abgeschlossen sein.“
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige