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Fußgängerzone

Die Händler schlagen Alarm

Von Jan Sting, 04.02.09, 19:04h, aktualisiert 05.02.09, 15:23h

Ein Kino oder Bowlingcenter vor dem Aachener Tor könnte nach Ansicht der Werbe- und Interessengemeinschaft Bergheim Publikum anziehen. Sie glaubt, die untere Hauptstraße verödet.

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Die Fußgängerzone im Bereich des Aachener Tors droht nach Einschätzung der WIG zu veröden.
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Die Fußgängerzone im Bereich des Aachener Tors droht nach Einschätzung der WIG zu veröden.
Bergheim - „Wir haben eine sehr schöne Innenstadt“, ist Dr. Volker Drexler, Vorsitzender der Werbe- und Interessengemeinschaft Bergheim (WIG), überzeugt. Doch er hat Sorgen, dass das auch so bleibt. Dönerbuden, eine Kneipenmeile oder altengerechtes Wohnen könnten schon bald das Bild im historischen Ortskern prägen.

Zwar begrüße die WIG, dass mit der Ansiedlung von Kaufland und dem geplanten Bahnhofsarkaden Bewegung in die Innenstadt komme. Nichtsdestotrotz richtet sie den Appell an Politik und Verwaltung, in die Zukunftsplanung auch den Bereich um das Aachener Tor einzubeziehen.

Die untere Hauptstraße veröde zusehends, erklären auch der zweite Vorsitzende Thomas Engelhard und WIG-Geschäftsführer Heribert Schlüter. Seit der Kaufland-Eröffnung werde die untere Fußgängerzone noch schlechter frequentiert als zuvor. „Stammkunden kommen noch, aber die Laufkundschaft bleibt weg“, weiß Engelhard, der dort ein Geschäft hat. Die Einnahmen im Januar seien bei den gut 25 Geschäftsleuten und Gastronomen im unteren Bereich der Fußgängerzone deutlich gesunken.

Insgesamt gibt es laut Drexler 117 Geschäfte an der Fußgängerzone, mit einer gesamten Verkaufsfläche von 19 940 Quadratmetern. Der Jahresumsatz belaufe sich auf 74,9 Millionen Euro. Doch die Käuferströme verlagern sich nach Einschätzung der WIG - nicht zuletzt durch die neue Parksituation. Die Schranken der Parkhäuser von Kaufland und Hit seien permanent geöffnet. Das Gratisparken werde genutzt. Im Nachteil sei der Kunde, der am Jobberath oder am Aachener Tor parke. Im dortigen Parkhaus fielen die Gebühren zwar weg. Doch ist die Parkscheibe erforderlich. Dexler plädiert dafür, diese zu streichen.

Das Parkhaus abzureißen, wie es die SPD jetzt vorschlug, komme für die Stadt nicht in Frage, erklärte Wirtschaftsförderer Christian Brink. „Wenn zum Beispiel in die Grüne Ladenstraße wieder Geschäfte einziehen, brauchen wir dort Parkraum“, sagte Brink. Bis auf die Volksfürsorge sind dort alle Geschäfte ausgezogen. Die WIG fordert, dass der Bereich vor dem Aachener Tor attraktiver werden müsse, so dass es wieder einen Grund gebe, dort hinzugehen.

Zwei Vorschläge: Zum einen gelte es, das Parkbewirtschaftungskonzept zu überdenken und Gebühren abzuschaffen. Darüber hinaus wehrt sich die WIG vehement dagegen, am Aachener Tor eine Grenze für großflächige Planungen zu ziehen. Das Einzelhandelskonzept, welches jetzt im Lenkungskreis aus Mitgliedern der Verwaltung, Händlerschaft und IHK diskutiert wurde, spricht sich gegen eine Bebauung vor dem Aachener Tor aus. Die WIG schlägt dort nun Freizeitangebote wie ein Bowlingcenter oder ein Kino vor.



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