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Mathe mit Power

Kluge Köpfe lösten knifflige Fragen

Von Jan Sting, 11.12.08, 16:28h, aktualisiert 11.12.08, 16:44h

Die Wirtschaftszweige, die auf die Naturwissenschaften setzen, leiden unter einem Fachkräftemangel. Bei der Abschlusspräsentation war die Empörung nicht zu überhören. Satte 63 Prozent Luft stecken in der Plastikschachtel, der klägliche Rest sind 16 runde Pralinen.

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Die Mathe-Asse präsentierten sich stolz vor der von RWE Power hergestellten Skulptur, die an die Mathematik-Aktion erinnern und bald auf dem Schulhof stehen soll. BILD: STING
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Die Mathe-Asse präsentierten sich stolz vor der von RWE Power hergestellten Skulptur, die an die Mathematik-Aktion erinnern und bald auf dem Schulhof stehen soll. BILD: STING
Bergheim-Quadrath-Ichendorf - Pascal und sein Mitschüler, der auch Pascal heißt, rechneten es dem zunehmend enttäuschten Publikum am Projektor minutiös vor. „Mogelpackung“, wurde in die Menge gerufen. Und die beiden Matheschüler der Gesamtschule in Quadrath-Ichendorf hatten eine Steilvorlage, wie sich mit mathematischen Beweisen eine kleine Revolution anzetteln lässt.

Mädchen ermutigt

Dass das Vorurteil vom „Stubenhocker“ auf Menschen mit einer Leidenschaft für die Mathematik nicht zutrifft, konnte auch Erwin Winkel eindrucksvoll belegen. Der Personalvorstand von RWE Power plädierte dafür, Mathematik auch in puncto Berufswahl ernst zu nehmen. „Gute Mathe-Kenntnisse sind eine unabdingbare Voraussetzung für eine Ausbildung in einem der gewerblich-technischen Berufe wie Industriemechaniker, Elektroniker für die Betriebstechnik oder Mechatroniker. Wer da versagt, hat keine Chance.“ Bürgermeisterin Maria Pfordt ermutigte vor allem die Mädchen, vor technischen Berufen nicht zurückzuschrecken.

Ein halbes Jahr arbeitete RWE mit den Schülern der Sekundarstufe eins in Kursen und Arbeitsgruppen im Projekt „Mathe mit Power“ zusammen. Gestern ertönte der Schlusspfiff mit einer Abschlusspräsentation in der Schulbibliothek. Schulleiter Werner Zimmermann erklärte aber, dass es weitere Mathe-Aktionen geben werde. In der Ausbildungswerkstatt in Niederaußem entstanden imposante Metallwürfel und Pyramiden. Eine Skulptur wiegt gut 500 Kilo und soll demnächst auf dem Pausenhof aufgestellt werden. Auch kleine Modelle, wie zum Beispiel handliche Oktaeder, bauten die Schüler, die nun ihren Mitschülern als Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stehen.

Die Gesamtschüler nahmen zudem an den wöchentlichen Knobelaufgaben teil. 13 erhielten einen Preis. Luca Urlewitz aus der fünften Klasse erzielte dreimal den ersten Platz und Svenja Ernst aus der sechsten Klasse zweimal den ersten Platz sowie einmal den zweiten. Grundlage des Projekts ist das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen mit der „Initiative Wissenschaft im Dialog“ veranstaltete „Jahr der Mathematik“. „Es ist offenbar schick zu sagen, dass man in Mathe keine Leuchte war. Davon müssen wir unbedingt weg“, sagte Bert Wallraf, Leiter der Ausbildung bei RWE, und verwies auf den Fachkräftemangel unter dem zumal Wirtschaftszweige zu leiden hätten, die auf Naturwissenschaften aufbauen.



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