Von Angela Sommersberg, 16.11.08, 20:09h
Wie immer wird das Programm bestritten von Schülerbands der Frechener Musikschule - in diesem Jahr insgesamt zwölf - und Gastbands aus dem Kreis. „Wir versuchen alle modernen Musiker aus der Gegend zusammenzubringen“, erklärt Gerd Mersch, einer der Organisatoren der Rocknacht. Dabei sei die Musik am Freitag gemixt, am Samstag liege der Schwerpunkt auf der härteren Musik, etwa von der Schülerband „Sad but True“ mit Songs von Künstlern wie „Metallica“. „Und dieses Mal sind sehr viele Coverbands dabei“, sagt Mersch.
So spielt die Eröffnungsband „Broodzeit“ am Freitag Stücke des alten niederländischen Rockers Hermann Brood. Am Samstag covert „Bosstime“ Bruce Springsteen, „Reas.On“ hat sich auf Musik von „Reamon“ spezialisiert. Das Publikum kann fast alle Stücke mitsingen. Die Gruppe „Fleetwood Mann“, ein Projekt der beiden Musikschullehrer Gerd Mersch und Klaus Rutha, bringt mit einer Mischung aus „Fleetwood Mac“ und „Manfred Mann“ 70er-Jahre-Atmosphäre in den an beiden Abenden mit bis zu 500 Leuten gut gefüllten Stadtsaal. Bei ihrem Auftritt toben sich Mersch und Rutha auf ihren E-Gitarren aus, die Schüler stehen mit offenem Mund vor der Bühne.
Bei den Schülerbands stechen am Samstag „Connecticut Mind“ mit Stücken von „Amy Winehouse“ und „Sum 41“ heraus. Am Freitag fällt „Megalomaniac“, eine „Incubus“-Cover-Band, die teilweise mit Musikern der Local-Heroes-Gewinner „Huntershreds“ besetzt ist, besonders auf.
Lehrer Mersch lobt sie: „Die „Incubus“-Platten selbst haben mich überhaupt nicht begeistert, aber die vier hier rühren mich zu Tränen.“ So, wie Sängerin Sarah Allerödder und ihre drei Bandkollegen über die Bühne rocken, ausgelassen tanzen, mit dem Publikum spielen und Spaß haben, können sich nicht nur die jüngeren Musikschulbands, sondern selbst „Incubus“ etwas abgucken.
„Wir haben das ganze Jahr auf die Rocknacht hingearbeitet, und es war noch besser, als ich es mir vorgestellt habe“, freut sich Gregor Polzin, 21 Jahre alter Gitarrist von „Megalomaniac“.
„Die Incubus-Coverband war wirklich toll“, finden nicht nur Franziska Kuntz oder Christoph Rodenbach. Letzterer sieht die Rocknacht als ein „etabliertes Event“, das die Generationen vereine. Tatsächlich haben sich auch einige ältere Rockfans, wie Michael Looke und Dietmar Spalek unter die Jugendlichen gemischt und fühlen sich dabei „sehr wohl“.
Gerd Mersch: „Unser Traum ist, dass wir eine richtig große Band aus Amerika oder England engagieren können.“ Dafür fehlt aber das Geld.
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