Von Horst Komuth, 10.11.08, 19:11h
Der schlammhaltige Boden des Versickerungsbeckens werde entfernt und zur Sondermülldeponie der Stadt Köln gebracht. Der Boden des Rückhaltebeckens von Remondis werde dann erneuert. Nach wie vor unklar sei, warum es die erhöhten PFT-Werte in den benachbarten Seen gegeben habe. Der Kreis ermittle in der Sache nicht mehr weiter. Das Landesumweltamt sei nun zuständig.
Staub als Ursache
Laut Beninda soll geklärt werden, ob PFT-belasteter Staub ein Grund für die erhöhten Werte im Wasser sein könne. Konkret geklärt werden müsse dabei, ob bestimmte PFT-Vebindungen sich gut im Wasser lösen ließen.
In einem Entwässerungsrohr von Remondis, das zum Roddersee führt, war PFT-haltiges Regenwasser entdeckt worden. Das Rohr war daraufhin vorsorglich verschlossen und das Wasser in dem etwa tausend Kubikmeter großen Rückhaltebecken von Remondis gespeichert worden. Spekuliert worden war, dass bei dem Großbrand auf der nahen Mülldeponie im Frühjahr dieses Jahres Löschmittel in die Seen, die miteinander verbunden sind, gelangt sein könnte. Beweise gab es dafür jedoch bislang nicht.
Die Chemikalie im Wasser hat auch die Angler im Kreis auf den Plan gebracht. Sie wollen wissen, ob sie durch Fisch, den sie in einem der Villeseen gefangen und gegessen hatten, gesundheitliche Schäden befürchten müssten. „Es gibt Angler, die sich untersuchen lassen wollen“, bestätigt Kreispressesprecher Michael Sodann. Die Untersuchungen würden jetzt stattfinden. Dabei würden Blutproben genommen und Gespräche zwischen Anglern und Gesundheitsexperten des Kreises stattfinden.
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