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PFT-Belastung

Suche nach Giftquelle geht weiter

Von Horst Komuth, 10.11.08, 19:11h

Besorgte Angler sollen von Mitarbeitern des Kreisgesundheitsamtes untersucht werden. Mehrere Tausend Liter werden gereinigt und dann zurück in ein Klärwerk gebracht.

Ville-Seen
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Die Ursache der Verseuchung ist noch immer nicht gefunden. (Bild: Beissel)
Ville-Seen
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Die Ursache der Verseuchung ist noch immer nicht gefunden. (Bild: Beissel)
Erftstadt - Der Rhein-Erft-Kreis wird mehrere Tausend Liter mit perlfluorierten Tensiden (PFT) belastetes Wasser aus dem Regenrückhaltebecken der Firma Remondis abpumpen und mit Tankwagen zu einer Reinigungsanlage auf dem Gelände von Haus Forst nach Kerpen bringen lassen. Das teilt Dr. Robert Beninda, Leiter des Kreisamtes für Wasser- und Abfallwirtschaft, auf Anfrage mit. „Mehrere Tausend Liter werden durch eine dreistufige Aktivkohlefilterung gereinigt und dann zurück in ein Klärwerk gebracht“, erläutert Beninda.

Der schlammhaltige Boden des Versickerungsbeckens werde entfernt und zur Sondermülldeponie der Stadt Köln gebracht. Der Boden des Rückhaltebeckens von Remondis werde dann erneuert. Nach wie vor unklar sei, warum es die erhöhten PFT-Werte in den benachbarten Seen gegeben habe. Der Kreis ermittle in der Sache nicht mehr weiter. Das Landesumweltamt sei nun zuständig.

Staub als Ursache

Laut Beninda soll geklärt werden, ob PFT-belasteter Staub ein Grund für die erhöhten Werte im Wasser sein könne. Konkret geklärt werden müsse dabei, ob bestimmte PFT-Vebindungen sich gut im Wasser lösen ließen.

In einem Entwässerungsrohr von Remondis, das zum Roddersee führt, war PFT-haltiges Regenwasser entdeckt worden. Das Rohr war daraufhin vorsorglich verschlossen und das Wasser in dem etwa tausend Kubikmeter großen Rückhaltebecken von Remondis gespeichert worden. Spekuliert worden war, dass bei dem Großbrand auf der nahen Mülldeponie im Frühjahr dieses Jahres Löschmittel in die Seen, die miteinander verbunden sind, gelangt sein könnte. Beweise gab es dafür jedoch bislang nicht.

Die Chemikalie im Wasser hat auch die Angler im Kreis auf den Plan gebracht. Sie wollen wissen, ob sie durch Fisch, den sie in einem der Villeseen gefangen und gegessen hatten, gesundheitliche Schäden befürchten müssten. „Es gibt Angler, die sich untersuchen lassen wollen“, bestätigt Kreispressesprecher Michael Sodann. Die Untersuchungen würden jetzt stattfinden. Dabei würden Blutproben genommen und Gespräche zwischen Anglern und Gesundheitsexperten des Kreises stattfinden.



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