Von Britta Wonnemann, 24.10.08, 17:45h
Wie Bürgermeister Wilfried Effertz berichtet, wurden im Frühjahr zwei Gutachten in Auftrag gegeben, die erst einmal klären sollen, was die Einrichtung der eigenen Behörden kosten würde, auch im Hinblick auf das Personal. „Beim Bauamt hätten wir gewisse Rückeinnahmen, beim Jugendamt nicht“, erläutert Effertz. Andererseits zahlt die Gemeinde dafür, dass der Kreis die Aufgaben des Jugendamtes wahrnimmt, gemeinsam mit Bedburg eine hohe Jugendamtsumlage.
Das Gutachten für die untere Bauaufsicht liegt der Verwaltung jetzt vor und wird nach Angaben des Bürgermeisters im Moment ausgewertet. Danach wird es in der Runde der Fraktionsvorsitzenden besprochen, bevor das Thema in den Hauptausschuss gelangt. Das könnte noch Ende des Jahres der Fall sein. Vorteile sieht Effertz darin, dass Entscheidungen, die bisher vom Kreis getroffen werden - und mit denen man in Elsdorf nicht immer einverstanden ist - dann lokal gefällt werden könnten, von Mitarbeitern, die vor Ort lebten und sich auskennten.
Zudem hätten die Einwohner kürzere Wege zu den Ämtern. „Das ist ja auch eine Sache der Bürgerfreundlichkeit“, so Effertz. Der Verwaltungschef betont aber auch, dass es ganz sicher „keine Schnellschüsse“ geben werde, sondern die Konsequenzen gut überlegt würden. Schließlich benötigt das Vorhaben auch noch das „Ja“ des Rates, der die Einrichtung der beiden Behörden jeweils beschließen muss. Anschließend käme einiges an Arbeit auf die Verwaltung zu, da Ausschreibungen für zusätzliches und neues Personal vorbereitet sowie ein Stellenplan ausgearbeitet werden müssten.
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