Von Julilan Kuper, 12.09.08, 09:56h
In drei Workshops haben sich die Freiwilligen zusammen mit rund 40 Schülern mit Themen wie Esskultur, Nahrungsmittelproduktion, Biosprit oder dem Hunger auf der Welt auseinander gesetzt. In einleitenden Referaten haben jeweils die Freiwilligen ihre Sicht der Dinge dargelegt. Vertieft wurden die neuen Erkenntnisse in Rollenspielen oder Diskussionsrunden. Die Schüler erfuhren zum Beispiel, was in Indien zum Frühstück gegessen wird, oder wie der weltweite Handel mit Nahrungsmitteln funktioniert - und wer dabei die Gewinner und Verlierer sind. Und haben sich gleich etwas vorgenommen. „Mehr fair gehandelte Produkte einkaufen“ zum Beispiel, „öfter mal das Auto stehen lassen“, oder „weniger Fleisch essen“. Würde man Weideland in Getreidefelder umwandeln, könne man viel mehr Menschen damit satt machen, sagt Mazdak Mochtarzaweh aus der elften Klasse. Aber nicht nur die deutschen Jugendlichen haben aus dem Besuch gelernt. „Ziel ist es auch, den Teilnehmern aus den Südkontinenten Europa nahe zu bringen und die Sichtweisen der Menschen hier zu zeigen“, so Lisa Monhoff, Koordinatorin bei SCI. Er habe sich ein gutes Bild von Deutschland machen können, sagt Godrick Mwachoti aus Kenia. „Ich möchte helfen, dass jeder die Dinge auch mal aus einem fremden Blinkwinkel sieht.“
Die Freiwilligen bleiben für vier Wochen in Deutschland und besuchen Schulen im Raum Köln / Bonn. Die nächsten Stationen sind die Willy-Brandt-Gesamtschule in Kerpen und das Max-Ernst-Gymnasium in Brühl. Am Samstag ist die internationale Truppe aber erst noch einmal in Hürth. Dann findet am Gymnasium das Schulfest statt, und die Ergebnisse der Gruppen werden den Besuchern präsentiert. Ergebnisse die vor allem entstanden sind, weil die Problematik durch die Freiwilligen viel eindringlicher klar wurde, als ein Buch dies vermitteln kann. Die Erfahrungsberichte seien glaubwürdig, meinen die Schüler. Denn, so sagt einer, „den Lehrern glaubt man ja sonst oft nicht“.
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