Von Norbert Kurth, 06.08.08, 09:36h, aktualisiert 06.08.08, 09:38h
Genau das soll so gut wie möglich verhindert werden, sagt Martin Köther, Leiter der Bauplanung für den neun Kilometer langen neuen Abschnitt der Kohlebahn. "Wir legen besonderen Wert darauf, die Menschen hier vor Lärm und Staub zu schützen", sagt er und nennt die tägliche Reinigung von Baufahrzeugen sowie die Bewässerung der Baustraßen und die rasche Begrünung der Böschungen als technische Lösungen. Hinzu kommt aber noch etwas anderes: ein Baustellenbüro. Und das wird am kommenden Mittwoch in Kerpen-Buir, An der Brennerei 37-45, erstmals geöffnet sein. Dort, im Haus von Elektromeister Helmut Klein, hat sich RWE Power für fünf Jahre eingemietet und auch das gesamte Bau- und Planungsmanagement untergebracht. "Es ist uns wichtig, mit den betroffenen Anwohnern vor Ort ins Gespräch zu kommen, um bei eventuellen Problemen möglichst direkt Lösungen gemeinsam entwickeln zu können."
Das Büro an der Brennerei soll dabei eine "zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung sein". RWE Power will über den Bau informieren, aber auch Kritik entgegennehmen - und, wenn möglich, rasch Abhilfe schaffen. Sogar eine regelmäßige Bürgersprechstunde, mittwochs von 16 bis 17 Uhr, ist eingerichtet. Es darf gemeckert werden. Bis die Hambachbahn und die der neue Abschnitt der Autobahn 4 einträchtig in Tieflage an Buir vorbei führen, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Nach dem jetzt vorgelegten Plan sollen die Brücken bis Ende 2010 stehen, der Erdbau bis Mitte 2011 abgeschlossen und die Gleise ein Jahr später verlegt sein. Fahrleitungen und Signale sollen Ende 2012 funktionieren. Das Jahr 2013 ist für den Wechsel von der alten auf die neue Trasse vorgesehen. Bis dahin wird das Projekt 115 Millionen Euro gekostet haben. Die Autobahn 4 soll übrigens gleichzeitig verlegt werden. Mit dem Baubeginn wird in den nächsten Wochen gerechnet. Und weil es viele Schnittstellen mit der Hambachbahn gibt, haben sich die Bauleute vom Landesbetrieb Straßenbau ebenfalls bei Helmut Klein eingemietet. Und auch die Autobahnbauer werden einen Bürgerservice einrichten, gleich neben dem von RWE.
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