Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Patin Angelina Maccarone (l.) und Renate Bonow (hinten rechts) gratulierten. (Bild: Machnik)
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Patin Angelina Maccarone (l.) und Renate Bonow (hinten rechts) gratulierten. (Bild: Machnik)
Pulheim -
- Strahlende Gesichter im Theaterkeller des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Ein Jahr „harter Arbeit“, so die scheidende Schülersprecherin Romina Plonsker, hat der Schule als 119. in NRW die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, kurz SOR-SMC, beschert. In einer kleinen Feierstunde, der auch Zeitzeugen aus dem Dritten Reich wie Tamar Dreyfuss und Edelweißpiratin Mucki Koch beiwohnten, hat Renate Bonow, Landeskoordinatorin für das SOR-SMC-Projekt, den Schülervertretern (SV) das Siegel überreicht. Die SV um Romina Plonsker und ihren Vorgänger Roman Nickel hatte sich ein Jahr lang für die Auszeichnung starkgemacht. Überzeugt von dem Gedanken „wir sind die richtige Schule“, hatten sie die Werbetrommel gerührt. Referenzen hatten sie, dank Projekten mit Zeitzeugen, Aktionen wie „Hinschauen - Courage zeigen“ und nicht zuletzt dank der Informationsveranstaltung mit dem Netzwerk Buntes Pulheim am 8. Mai ja mehr als genug. Mehr als 90 Prozent aller Mitschüler, Lehrer und Mitarbeiter sahen das auch so und haben die Bewerbung um das SOR-Siegel mit ihren Unterschriften unterstützt. „Überzeugungsarbeit war gar nicht nötig“, sagte Romina Plonsker. Gar nicht erst überzeugen mussten die SV-Vertreter Drehbuchautorin Angelina Maccarone. „Ich war überrascht über den Anruf“, sagte die ehemalige Schülerin des GSG. Als gute Patin werde sie das Projekt begleiten und mit Aktionen unterstützen. „Wenn ich nützlich sein kann, ruft mich an“, sagte sie. An die Schüler appellierte Angelina Maccarone, die mit einem Drehbuch für die TV-Krimireihe „Tatort“ für Furore gesorgt hatte, sich täglich klarzumachen, wofür sie unterschrieben hätten.